IHK-Regionalausschuss trifft Salzwedels Landrat Michael Ziche

Der Vor­stand des Re­gio­nal­aus­schus­ses Alt­mark be­grü­ß­te mit Salz­we­dels Land­rat Mi­cha­el Zi­che den höchs­ten Re­prä­sen­tan­ten des Alt­mark­krei­ses zum Er­fah­rungs­aus­tausch zwi­schen Po­li­tik und Ver­wal­tung in der IHK-Ge­schäfts­stel­le Salz­we­del: Ste­fan Korneck, Vor­sit­zen­der des Re­gio­nal­aus­schus­ses Alt­mark (v.r.n.l.), Mi­cha­el Zi­che, An­dre­as Klu­ge und Ra­mo­na Miedl als stell­ver­tre­ten­de Re­gio­nal­aus­schuss-Vor­sit­zen­de, Chris­ti­an Wie­mann, Sach­ge­biets­lei­ter für Wirt­schafts­för­de­rung, Tou­ris­mus und länd­li­che Ent­wick­lung beim Alt­mark­kreis Salz­we­del, so­wie Ge­schäfts­füh­rer Se­bas­ti­an Weyl von der IHK-Ge­schäfts­stel­le Salz­we­del. Fo­to: ihk

Alt­mark­kreis Salz­we­del – Ge­mein­sam mit dem Vor­stand des Re­gio­nal­aus­schus­ses Alt­mark der In­dus­trie- und Han­dels­kam­mer (IHK) Mag­de­burg er­ör­ter­te Land­rat Mi­cha­el Zi­che die ak­tu­el­le wirt­schaft­li­che La­ge im Alt­mark­kreis Salz­we­del. Das Tref­fen in der IHK-Ge­schäfts­stel­le Salz­we­del soll­te den Er­fah­rungs­aus­tausch zwi­schen Wirt­schaft und Po­li­tik för­dern und den Wirt­schafts­stand­ort wei­ter ent­wi­ckeln.

Denn die Aus­wir­kun­gen der Co­ro­na-Pan­de­mie ha­ben auch in die­sem Jahr bei zahl­rei­chen Un­ter­neh­men wie­der deut­li­che Spu­ren hin­ter­las­sen. Die ak­tu­el­len wirt­schaft­li­chen Her­aus­for­de­run­gen en­den je­doch nicht mit der Co­ro­na-Pan­de­mie. The­men wie Kli­ma­schutz, Fach­kräf­te­man­gel, Di­gi­ta­li­sie­rung so­wie die ra­sant stei­gen­den Roh­stoff- und En­er­gie­prei­se stel­len die be­trieb­li­che Pra­xis vie­ler Un­ter­neh­men vor zu­sätz­li­che Her­aus­for­de­run­gen. Ei­ner­seits gilt es, die öko­no­mi­schen Fol­gen der Co­ro­na-Pan­de­mie zu über­win­den und mög­lichst schnell wie­der an das Ni­veau der Vor­jah­re an­zu­knüp­fen. An­de­rer­seits schrei­tet der Struk­tur­wan­del wei­ter vor­an und stellt die Ge­schäfts­mo­del­le und -ab­läu­fe vie­ler Be­trie­be auf die Pro­be. Um die­se gro­ßen Auf­ga­ben zu be­wäl­ti­gen, be­darf es ne­ben der Be­reit­stel­lung fi­nan­zi­el­ler Hil­fen vor al­lem ei­ner um­sich­ti­gen und ziel­ge­rich­te­ten Wirt­schafts­po­li­tik. „Der be­vor­ste­hen­de Struk­tur­wan­del birgt Ri­si­ken, aber auch Chan­cen für un­se­re Re­gi­on. Um die­se zu nut­zen, müs­sen jetzt die Wei­chen für die Zu­kunft ge­stellt wer­den.“, stell­te Ste­fan Korneck, Vor­sit­zen­der des Re­gio­nal­aus­schus­ses Alt­mark fest.

Gu­te In­fra­struk­tur als Stand­ort­vor­teil

So stellt ei­ne gut aus­ge­bau­te In­fra­struk­tur für Un­ter­neh­mer und In­ves­to­ren ei­nen we­sent­li­chen Stand­ort­fak­tor dar. Ihr be­darfs­ge­rech­ter Aus­bau und ih­re Un­ter­hal­tung tra­gen ma­ß­geb­lich zur wirt­schaft­li­chen Ent­wick­lung ei­ner Re­gi­on bei. „Ei­ne flä­chen­de­cken­de Mo­bil­funk- und Breit­band­ver­sor­gung ist für länd­li­che Re­gio­nen von ele­men­ta­rer Be­deu­tung. Un­se­re Alt­mark müs­sen wir so aus­bau­en, dass wir den städ­ti­schen Re­gio­nen in nichts nach­ste­hen. Die avi­sier­te en­ge Zu­sam­men­ar­beit zwi­schen Land­kreis und Kom­mu­nen trägt un­mit­tel­bar zur Er­rei­chung die­ses Ziels bei“, er­gänzt der stell­ver­tre­ten­de Re­gio­nal­aus­schuss­vor­sit­zen­de An­dre­as Klu­ge.

In­fra­struk­tur­pro­jek­te wie die so­ge­nann­te „Ho­sen­trä­ger­va­ri­an­te“, be­stehend aus den Au­to­bah­nen A 14, A 39 und der B 190n als Quer­ver­bin­dung, sind für alt­mär­ki­sche Un­ter­neh­men und Bür­ger von enor­mer Be­deu­tung, um die At­trak­ti­vi­tät der Re­gi­on als Le­bens- und Wirt­schafts­raum zu stei­gern und die An­zie­hungs­kraft auch für kom­men­de Ge­ne­ra­tio­nen wei­ter zu er­hö­hen, be­tont IHK-Ge­schäfts­stel­len­lei­ter Se­bas­ti­an Weyl.

Dies un­ter­strich auch der Sach­ge­biets­lei­ter für Wirt­schafts­för­de­rung, Tou­ris­mus und länd­li­che Ent­wick­lung, Chris­ti­an Wie­mann: „Je län­ger wir den Nach­teil der lü­cken­haf­ten Fern­ver­kehrs­an­bin­dung im Wett­be­werb der Re­gio­nen noch hin­neh­men müs­sen, des­to schwie­ri­ger wird es, die­sen Rück­stand wie­der auf­zu­ho­len. Die zü­gi­ge Um­set­zung ge­plan­ter In­fra­struk­tur­pro­jek­te – hier ins­be­son­de­re der Bau der B 190n und der Aus­bau der B 188 – wird von Be­stands­un­ter­neh­men ein­ge­for­dert und schafft Per­spek­ti­ven für Neu­in­ves­ti­tio­nen.“

Wie lan­ge die Ein­schrän­kun­gen gel­ten wer­den, wann wie­der Nor­ma­li­tät ein­tritt und wie die­se „Nor­ma­li­tät“ über­haupt aus­se­hen wird ist un­ge­wiss. „Wahr­schein­lich wird es kei­ne aus­schlie­ß­li­che Rück­kehr zu den Le­bens- und Ar­beits­wel­ten vor der Pan­de­mie ge­ben. Um­so wich­ti­ger ist es jetzt mit un­se­ren Part­nern in Po­li­tik und Ver­wal­tung im kon­ti­nu­ier­li­chen Aus­tausch zu blei­ben. Mit dem kom­men­den Früh­ling und dem stei­gen­dem Impf­fort­schritt wer­den die Fall­zah­len hof­fent­lich zu­rück­ge­hen und auch wie­der an­de­re The­men in den Fo­kus rü­cken“, hofft die stell­ver­tre­ten­de Vor­sit­zen­de des Re­gio­nal­aus­schus­ses, Ra­mo­na Miedl.

Wei­ter­ent­wick­lung als Ge­mein­schafts­auf­ga­be

Ab­schlie­ßend be­ton­te Land­rat Mi­cha­el Zi­che: „Die nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung länd­lich ge­präg­ter Re­gio­nen wie der Alt­mark ist ei­ne Ge­mein­schafts­auf­ga­be für die kom­men­den Jah­re. Sie kann nur ge­lin­gen, „wenn sich al­le ak­tiv be­tei­li­gen und mit ih­ren Stär­ken ein­brin­gen:“ Bund, Län­der, Kom­mu­nen, aber auch die Wirt­schaft und Zi­vil­ge­sell­schaft vor Ort. Ge­mein­sam kann es uns ge­lin­gen, dass die Po­ten­zia­le un­se­rer Re­gi­on noch bes­ser zum Tra­gen kom­men.“  pm

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